PC Repurposing

Es gibt nichts besseres, als echte Probleme zu lösen; Software zu bauen, die skaliert und die in Real-World-Szenarien wirklich eingesetzt wird – daher bin ich IT-Unternehmer, nicht nur als Beruf, sondern aus Leidenschaft. Ich hatte die Chance mein Unternehmen Stratodesk zu gründen und ein Produkt zu kreieren, NoTouch Desktop welches nunmehr weltweit – ausgehend von den Standorten in Kalifornien und Österreich – eingesetzt wird. NoTouch ermöglicht sowohl den Betrieb und die Verwaltung von sogenannten „Thin Clients“ als auch das Weiterverwenden bzw. das rein softwaremäßige Umwandeln von PCs in Thin Clients (PC Repurposing).

Stratodesk mischt den Thin-Client-Markt auf – dieser ist ein bestimmtes Segment im Gesamtmarkt für Enterprise-IT-Produkte, in dem es darum geht, die Infrastruktur mit Hilfe von Produkten von Microsoft, Citrix, VMware und anderer zu zentralisieren oder gar zu „in der Cloud“ betriebenen Desktops zu wechseln. Das bedeutet, dass das Windows-Betriebssystem mitsamt installierten Applikationen wie Office, Web-Browser, SAP, usw. in einem Rechenzentrum läuft, nicht mehr am eigenen Schreibtisch. Der Bildschirminhalt kommt über das Netzwerk zum Benutzer, Tastatur- und Mauseingaben werden vom Benutzer ins Rechenzentrum geschickt. Soweit so gut.

Das Problem beginnt am Schreibtisch des Benutzers: Irgend ein Gerät wo man ein Tastatur und seinen Monitor ansteckt, muss ja vorhanden sein. Meistens ist dies ein PC, in der Regel ein schon vor der Zentralisierung gekaufter mit entsprechend älterem Betriebssystem, oder aber ein „Thin Client“, ein festplattenloser Mini-PC. Beide Alternativen haben Ihre spezifischen Probleme; verwendet man seinen alten PC mit altem Windows, wozu dann überhaupt die gesamte Zentralisierung? Damit hat man sich ja die Anzahl der zu verwaltenden Windows-Desktops verdoppelt! Wozu dann das ganze Geld in Server-Hardware und -Software stecken? Andererseits, wenn man einen Thin Client gekauft hat, hat man nochmal viel Geld ausgegeben, fast so viel wie für einen vollwertigen PC, obwohl der Thin Client vielleicht sogar schlechtere Leistungsdaten aufweist als der weggeworfene PC! Kein Wunder dass „Server Based Computing“ trotz vieler Erfolgs-Verheissungen eine Nische geblieben ist…

Stratodesk
Stratodesk
Mit Stratodesk verwirkliche ich eine dritte Option. Wir wandeln PCs in Thin Clients um, rein mit Software, das heisst unsere Kunden bekommen ein schlankes, hochoptimiertes und zentral verwaltbares Betriebssystem, welches das alte Windows ersetzt. Damit haben unsere Kunden die Vorteile des „Thin Clients“, ohne jedoch welche kaufen zu müssen, somit zu einem Bruchteil der Kosten. Ganz klar, irgendwann muss der Kunde neue Hardware kaufen, irgendwann wird der alte PC nicht mehr funktionieren; dann zeigt sich der zweite Vorteil der Stratodesk-Plattform: Der Kunde kann kaufen was er will, PC-Hardware, Thin-Client-Hardware, egal von welchem Hersteller. Ein „alter“ Thin Client Hersteller hätte den Kunden inzwischen längst über Managementsoftware und Inkompatibilitäten auf die eigene Plattform gebunden, während Stratodesk hardware-agnostisch ist und so dem Kunden den Entscheidungsfreiheit aufrechterhält.

Stratodesk führt auch die LISCON-Produktreihe weiter; Stratodesk hat im Jahre 2010 alle Marken- und Softwarerechte von LISCON aufgekauft und unterstützt und entwickelt diese Plattform seitdem weiter. Stratodesk baut jedoch keine eigenen Thin Clients, dieser Bereich der LISCON wurde geschlossen und an Partner übergeben, um wirklich hardwareunabhängig und global ohne Einschränkungen von Logistik und Reparaturen agieren zu können.

Mit meinem Unternehmen bin ich in San Francisco, Kalifornien, aber auch in Klagenfurt, Österreich ansässig. Sowohl in Amerika als auch in Europa haben wir viele zufriedene Kunden, inzwischen sogar schon in Asien und Australien. Unabhängig davon halte ich Stratodesk auch für einen wertvollen Teil im gesamten Server-Based-Computing und Virtual-Desktop-Ökosystem.

Emanuel Pirker
Emanuel Pirker

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